Maximilian Engelhardt: Am Weg zum Ironman 70.3 zählt jeder Muskel!

Am Montag, dem 18.03., stand für uns als Finishline-Team wieder ein Athletiktraining mit unserem Trainer Tom im SPORT.ZENTRUM.Niederösterreich auf dem Programm.

Bevor wir jedoch mit dem Training starteten, wurde noch der für den Wettkampf vorgesehene Triathlon-Zweiteiler anprobiert, damit wir zum Ironman Ende Mai in einem passenden Outfit antreten können. Obwohl ich mich im Outfit zwar kurz in Wettkampfstimmung befand, machte die bei mir eher enge Hose nach ein paar Sekunden klar, dass noch ein paar Kilos für mein Wettkampfgewicht runter müssen. 

Nachdem wir die Anprobe erledigt und etwas Iso-Pulver getestet hatten, ging es in den verspiegelten Fitnessraum zum Training. Zuerst wärmten wir uns mit einem Ballspiel auf, das einen sehr unterhaltsamen und vor allem pulssteigernden Ausflug zurück in den Sportunterricht meiner Schulzeit darstellte. Dann wurde das Training ernst und der Spaß rückte für uns eher in  den Hintergrund. Mit Stabilitätsübungen zeigte mir Tom wieder einmal, dass ich an meiner Stabilität noch deutlich arbeiten muss und mir wurde klar, dass das Fehlen eben dieser wahrscheinlich auch der Grund ist, warum ich beim Schifahren mehr Zeit mit Stürzen, als mit tatsächlichem Fahren verbringe.

Danach ging es für uns an die Therabänder, an denen uns Tom einige Übungen vorzeigte. Was ich an den Trainings immer sehr schätze, vor allem da mir ein Realitätsbezug generell sehr wichtig ist, sind die Erklärungen bezüglich welche Muskeln beim Triathlon beansprucht werden und welchen Einfluss diese auf das Training haben. Also ging es mit den Bändern nicht um das Bizeps- oder Brusttraining, sondern um die gezielte Beanspruchung der im Training oft „vergessenen“ Muskeln, wie den Abduktoren, Hüftbeugern oder die Rotatorenmanschette der Schulter. Als Tom erwähnte, dass durch die Beinbizeps-Übung und den daraus resultierenden Muskelkater das Laufen der nächsten Tage eingeschränkt sein könnte, ließ ich das Theraband sofort los und an die Wand schnalzen, da mir der Tempolauf am nächsten Tag dann doch wichtiger war.

Auf den Ausflug ins Krafttraining folgte eine Einweisung in eine mir bis jetzt unbekannte Sportart, nämlich das Kraulen an Land, ganz ohne Wasser. Dafür stellten wir uns vor die Spiegelwand und nachdem ich den Drang widerstand, wie Arnold Schwarzenegger im Film „Pumping Iron“ zu posen, begannen wir die einzelnen Phasen unseres Kraulzuges genauer zu betrachten. Die Erläuterungen waren wiederum sehr gut und verständlich und ich versuchte die Tipps gleich bei meinem Schwimmtraining der folgenden Tage, diesmal jedoch im Wasser, umzusetzen.

Der abschließende Block ließ den Kampfsportler in mir jubeln, da ein Zirkeltraining anstand, bei dem sich eine Minute Seilspringen mit einer Minute Kräftigungsübung abwechselte, so wie ich es noch aus meinen Zeiten als Thaiboxer kannte. Durch die passenden Übungen und die schnellen Wechsel kamen alle in ziemlich kurzer Zeit ins Schwitzen. Um vor dem Ende noch etwas runterzukommen, legten wir noch eine kurze Abkühlsession inklusive Dehnungen ein.

Die Trainingseinheit zeigte mir wieder einmal, dass nicht nur die großen Muskelgruppen eine Rolle für die Leistung spielen und, dass der Körper eine komplexe Maschine ist, bei der jeder noch so kleine Muskel seinen Teil erfüllt. Um längerfristig trainieren zu können und fit zu bleiben, ist es wichtig keine Muskeln zu übersehen und seinen Körper als Ganzes zu sehen, damit dieser wie gewollt funktioniert, etwas, dass ich zugegebenermaßen in letzter Zeit zu Gunsten von Zeit am Rad oder in den Laufschuhen eher vernachlässigt habe. Gestärkt und mit deutlich mehr Wissen über Stabilitätstraining im Kopf geht es nun für uns alle in die letzte Phase der Ironman-Vorbereitung, in welcher ich dann ab und zu ein zusätzliches Stabilitätstraining einbauen werde.





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